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Der wissenschaftliche Beirat von Recovery Deutschland
Die Aufgaben des wissenschaftlichen Beirats
Der Beirat begleitet die Arbeit von Recovery Deutschland e. V. fachlich und strategisch. Er bringt wissenschaftliche Perspektiven ein, stärkt die Qualität der Vereinsarbeit und unterstützt die Weiterentwicklung zentraler Projekte.
Zu den Aufgaben des Beirats gehören insbesondere:
Fachlicher und wissenschaftlicher Rat zu Fragen der Suchtforschung, Stigmatisierung, Recovery und Gesundheitskommunikation
Mitwirkung an gemeinsamen Forschungs- und Praxisprojekten wie beispielsweise der Evaluation des Recovery Walks
Unterstützung bei der Konzeption und Antragstellung von Förder- und Forschungsprojekten
Gemeinsames Auftreten und fachlicher Austausch auf Kongressen, Fachtagungen und Konferenzen
Beratung bei der Entwicklung von Positionen und fachlichen Stellungnahmen
Gemeinsame Ziele
Der Beirat und Recovery Deutschland e. V. verfolgen gemeinsam das Ziel, wissenschaftliche Expertise und gelebte Erfahrung systematisch miteinander zu verbinden.
Im Mittelpunkt stehen dabei:
Die Einbringung zentraler sucht- und gesellschaftspolitischer Fragestellungen in Forschung und Fachdiskurse aus einer peer-geleiteten Perspektive
Der kontinuierliche Erfahrungsaustausch als Brücke zwischen Menschen mit eigener Suchterfahrung, Fachpraxis und Wissenschaft
Die Verbreitung und Weiterentwicklung des Recovery-Ansatzes als ressourcen-orientierte Perspektive auf den Umgang mit Suchterkrankungen
Die Förderung einer evidenzbasierten, menschenwürdigen und stigmafreien Suchtpolitik
Die Mitglieder des Beirats
Ulrich Zimmermann beim Recovery Walk in Leipzig als Mitglied im Awareness-Team
Prof. Dr. Ulrich Zimmermann
Sprecher des BeiratsChefarzt der Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie am kbo‑Isar‑Amper‑Klinikum München; Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit Schwerpunkt Alkoholabhängigkeit und integrierte Suchtbehandlung.
Deshalb engagiere ich mich im Beirat von Recovery Deutschland e.V.:
»In der Klinik sehen wir, welche Auswirkungen Scham und Stigma auf die Lebensrealität unserer Patient:innen haben. Und wir sehen auch: Es gibt einen großen Bedarf an positiven Lebensentwürfen und Vorbildern in Recovery.«
Prof. Dr. Eva Baumann
Professorin für Kommunikationswissenschaft an der HMTMH Hannover und Leiterin des Hanover Center for Health Communication; Mitglied in bundesweiten Expertenräten, u. a. im Expertenrat Gesundheit und Resilienz der Bundesregierung und Expertin für Gesundheitskommunikation.
Deshalb engagiere ich mich im Beirat von Recovery Deutschland e.V.:
»Wie wir über Sucht sprechen, hat einen großen Einfluss darauf, wie Menschen mit ihrer Suchterkrankung umgehen. Die Recovery Bewegung ist nicht nur ein gutes Beispiel für gelungene Gesundheitskommunikation. Sie zeigt auch einen inspirierenden gesellschaftlichen Gestaltungswillen.«
Prof. Dr. Georg Schomerus
Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Leipzig und führender Experte für Stigmatisierung von Suchterkrankungen.
Deshalb engagiere ich mich im Beirat von Recovery Deutschland e.V.:
»Eine gravierende Folge der Stigmatisierung ist die politische Nicht-Beachtung von Menschen mit einer Suchterkrankung. Das beste Gegenmittel lautet: sichtbar werden! Der Verein zeigt das auf wirkungsvolle Weise. Das ist gelebte Anti-Stigma-Arbeit.«
Dr. Klaus Becker
Arzt auf dem Fachgebiet der Onkologie. Im Vorstand von Recovery Deutschland e.V. als Experte für Wissenschaft und Grundsatzfragen. In Recovery von Alkohol seit
Deshalb engagiere ich mich im Beirat von Recovery Deutschland e.V.:
»Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie groß die Hürde sein kann, sich mit dem eigenen Suchtproblem auseinanderzusetzen. Die Perspektive macht hier einen großen Unterschied. Als Gründungs- und Vorstandsmitglied vertrete ich deshalb einen salutogenetischen Blick auf Recovery und engagiere mich für ein grundlegendes Umdenken: Weg von der Problemzentrierung, hin zur Ressourcenorientierung«
Mika Döring
Vorsitzende von Recovery Deutschland e.V., Podcasterin bei SodaKlub
Deshalb engagiere ich mich im Beirat von Recovery Deutschland e.V.:
»Wer wissenschaftliche Expertise und gelebte Erfahrung miteinander verbinden will, muss vor allem zuhören, mitdenken und offen bleiben. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Umso dankbarer bin ich für die tollen Menschen, die uns mit ihrer wissenschaftlichen Expertise zur Seite stehen und sich dafür einsetzen, das Thema Recovery groß zu machen!«